Peter Wrolich sorgt für nächstes Spitzenresultat bei der Tour
(ros) Gestern der dritte Platz von Georg Totschnig, heute auf der 14. Etappe der Tour de France von Carcassonne nach Nimes ein fünfter durch Peter Wrolich. Die Österreicher schlagen sich damit weiter ausgezeichnet bei der Tour de France. "Gestern im Hotelzimmer war ich von den beiden Bergetappen schon ziemlich kaputt. Heute waren meine Beine wie ausgewechselt, zumindest bis zu den letzten zehn Kilometern...", sagt der Latschacher im Ziel.
Rund 90 Kilometer vor dem Ziel der 192,5 Kilometer langen Etappe bildete sich eine neunköpfige Spitzengruppe, "ich fuhr beim starken Seitenwind in der Windkante vorne und konnte als letzter Fahrer in die Spitzengruppe springen." Die zehn Mann waren sich einig, bauten den Vorsprung schnell auf über zehn Minuten aus. Nach 168 Kilometern sicherte sich der 30-jährige Kärntner die zweite Sprintwertung, doch dann begann das Geplänkel um den Etappensieg. "Ich war neben Jalabert und Mengin der stärkste Sprinter. Die anderen Fahrer versuchten dann natürlich, die Gruppe zu sprengen. Nach einigen Attacken gelang dies sieben Kilometer vor dem Ziel Aitor Gonzalez, den wir eigentlich schon abgehängt hatten! In solchen Situationen ist es wie im Lotteriespiel. Entweder man erwischt die richtige Post oder man muss von hinten zusehen." Kurz vor dem Ziel konnten sich noch Jalabert und Mengin absetzen, Paco wurde im Sprint um Platz vier Zweiter.
Paco im ersten Moment enttäuscht
"Ich will nicht überheblich klingen, aber derzeit bin ich schon noch etwas enttäuscht. Gut, ich muss sagen, dass ich zum ersten Mal bei der Tour de France mit einer Spitzengruppe ins Ziel kam, aber ausgerechnet hatte ich mir schon mehr. Die Leute in der Gruppe haben einfach gewusst, dass sie mit uns drei schnellen Männern nicht ankommen dürfen. Gonzalez hat das perfekt ausgenützt, dazu möchte ich ihm gratulieren. Ich habe mich im Finish zu sehr auf die beiden Euskatel-Fahrern konzentriert. Die hatten leider auch nicht mehr die Kraft, das Loch zuzufahren!"
Paco schafft Olympialimit am Stichtag!
Heute ist der offizielle Stichtag für die Olympia-Qualifikation. Und am letzten Abdrücker schaffte Peter Wrolich mit seinem fünften Etappenplatz noch das schier Unmögliche. Trotzdem, Olympia ist und bleibt für Paco ein "leidiges Thema. Die Leute haben gesehen, dass ich was drauf hab. Die Entscheidungsträger sollen sich jetzt ihr eigenes Bild machen. Klar, ich möchte nach wie vor nach Athen fahren, aber scheinbar ist die Entscheidung schon gefallen. Zwar ist heute der Stichtag und ich habe zweimal das A-Limit erbracht, aber wenn man mich trotzdem nicht will, mache ich Urlaub am Faaker See." Mit einem Schmunzeln fügt Paco hinzu: "Leid tut es mir für Georg Totschnig, der mich gerne als Zimmerkollege hätte..."
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