Oscar Pereiro: Phonak muss in Paris auf dem Podest stehen!
Oscar Pereiro, im letzten Jahr bei seiner Tour-de-France-Premiere auf dem zehnten Gesamtrang klassiert, würde diese Platzierung in diesem Jahr gerne verbessern. Doch im Vordergrund steht für den 28-jährigen Spanier das Ergebnis des Teams.
Die Erfahrung habe ihm Tour-de-France-Favorit Lance Armstrong vor, gibt Oscar Pereiro unumwunden zu. „In den Abfahrten und in der Gruppe hingegen bin ich stärker“, sieht er seine Vorteile gegenüber dem Amerikaner. Als weitere Stärke sieht er den guten Zusammenhalt innerhalb des Phonak-Teams: „Wir haben eine wahnsinnig gute Ambiance, welche sich in einer guten Moral auswirkt. Zusammen sind wir stark.“
Das Team steht im Vordergrund
Oscar Pereiro will seinen zehnten Gesamtrang aus dem Vorjahr verbessern: „Alle Ränge zwischen neun und eins sind sehr gut. Das Podium ist sehr schwierig zu erreichen. Es ist einer meiner Träume und zugleich ein Wunsch von mir.“
Pereiro stellt das Mannschaftsziel ganz klar vor seinen eigenen Erfolg. Er werde alles dafür tun, um seine Mannschaftskollegen zu unterstützen. Egal ob Landis oder Botero, er werde sich voll in deren Dienst stellen: „Phonak muss in Paris einfach auf dem Podium stehen.“ Der Spanier freut sich auf die Tour: „Die Strecke gefällt mir sehr gut. Aber die Berge werden für mich sehr schwierig. Ich muss meinen Po in den Sattel drücken um so wenig Zeit wie möglich zu verlieren.“
Seine Überzeugung versetzt Berge
Als Voraussetzung für eine erfolgreiche Tour-Teilnahme streicht Pereiro die Wichtigkeit einer guten Vorbereitung hervor. Das Glück auf seiner Seite zu haben, nicht in Stürze verwickelt zu sein und die Gesundheit sowie gutes Essen und die nötige Erholung seien zudem wesentliche Elemente für den Erfolg. Oder anders gesagt: es muss einfach alles stimmen.
Seit der Saison 2001 konnte der Spanier in Diensten des Schweizer Rennstalls je ein Rennen gewinnen. In dieser Statistik will er sich in dieser Saison verbessern. Er glaubt daran, dass er an der diesjährigen Tour de France eine Etappe gewinnen kann. Er könne nicht sagen, was dafür spreche, aber er habe das im Gefühl, erzählt Pereiro. Wer ihn kennt, will ihm glauben. Denn bereits vor dem Prolog an der Tour de Romandie war er überzeugt von einem Sieg – und er hat gewonnen.
Ein Sieg und alles Schlechte ist vergessen
Radrennfahrer zu werden hat sich Pereiro bereits früh in den Kopf gesetzt: „Ich mag keiner herkömmlichen Arbeit nachgehen, und Rennfahrer zu werden war bereits mein Bubentraum.“ Was würde er heute machen, wenn sein Berufswunsch nicht in Erfüllung gegangen wäre? „Keine Ahnung. Ich würde wohl jeden Tag an den Strand gehen.“
Pereiro gibt zu, ein wenig verrückt zu sein: „Das muss man wohl als Radrennfahrer.“ Doch er ist ganz zufrieden mit seinem Leben, und die unvergleichlich schönen Momente mit Kollegen sowie Siege bestätigen ihn in der Meinung, die richtige Wahl getroffen zu haben. „Ein Sieg und alles Schlechte sowie das Leiden ist vergessen.“ (pho)

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